THE INTERIOR POST

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Mit der „The Interior Post“ hat sich Herausgeber Uwe van Afferden einen lang gehegten Wunsch erfüllt. Seit 30 Jahren arbeitete er immer mal wieder als Möbelgestalter und Inneneinrichter, doch in den letzten 10 – 15 Jahren musste er mit Bedauern den „Untergang“ der Wohnkultur miterleben. Der gute Geschmack des Wohnens ist wohl mit dem Übergang ins dritte Jahrtausend gescheitert.

 

Viele Leute wollten von Ästhetik überhaupt nichts mehr wissen – und das konsequent in allen Lebensbereichen. Andere erwarten Qualität in billigen Produkten und beschweren sich noch, wenn diese nach einem Jahr schon ersetzt werden müssen. Deutschland gibt angeblich pro Jahr am meisten fürs „Wohnen“ aus. Wen wundert es? Möbelhäuser bombardieren uns mit Rabatten, Geschenken und zinslosen Krediten, um Bedürfnisse zu schaffen, die es nicht gibt. Alle guten Möbelläden konnten diesem Druck nicht standhalten. Es gibt sie nicht mehr.

 

Nicht nur der Geschmack der Leute wurde immer fragwürdiger und ihre Einrichtung immer „minimalistischer“, auch ihre Sprache und Kultur ist gleich mit verkümmert: „Ich geh Bahnhof“. Präpositionen sind anscheinend völlig überbewertet. Der Herr von Goethe würde kotzen! Das Abendessen ist eine lauwarme Pizza, hastig verschlungen aus dem Pappkarton vor der Glotze, und das Frühstück wird in einem Pappbecher durch die Stadt getragen. Wo bleibt die Tischkultur? Weniger ist nie mehr – immer weniger! Wir können jedenfalls ziemlich sicher sein, dass aus dieser Periode keine Antiquitäten übrig bleiben werden.

 

Es lohnt sich die Mühe, eine korrekte Ausdrucksweise zu benutzen und eine klare Sprache zu sprechen. Ebenso lohnt es sich, eine Umgebung zum Wohlfühlen zu schaffen, denn wir alle wohnen, die Frage ist: Wie?

Als wir schon befürchteten, die nächste Generation würde wieder in Höhlen hausen, stellen wir erleichtert fest, dass der Wind sich wieder dreht. Seit ein paar Jahren schon kommt es im Ausland und auch bei uns zu einer Wiederauferstehung des guten Geschmacks.

 

Es ist Zeit! Auch wir wollen wieder gescheit eingerichtet sein, mit Möbeln, die uns überdauern, mit Wand- und Bodenbelägen, die das Raumklima natürlich verbessern, mit Objekten, die nicht jeder Doofmann auch besitzt, mit Kunst, die uns an Meilensteine in unserem Leben erinnert – mit Feingefühl und Individualität.

 

Mit diesem Wohnmagazin wollen wir Sie unterstützen und inspirieren, Ihren eigenen Wohntraum zu erfüllen. Wir stellen Ihnen neue Designer und alte Klassiker vor, bewegen uns durch Räume zu Arbeitsplätzen, kriechen in winzige Häuser. Wir widmen uns ungewöhnlichen Materialien oder vergessenen Techniken. Wir stellen uns gegen den Isolierungswahn von Häusern und Wohnungen, denn wer möchte schon in einer Tupperdose wohnen?

 

Dieses Magazin ist nicht für den Angeber oder Schnäppchenjäger. Dieses Magazin ist für den Qualitäter, der Freude hat an guten Produkten, an besonderen Materialien und Wertigkeit in allen Lebensbereichen.

 

Denn eine Wohnung ist nie fertig, und das ist gerade das Schöne an ihr: Sie verändert sich mit der Zeit und mit einem selbst. Und wird wie Sie – einzigartig.