Kobja

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Im Märchen werden aus Fröschen Prinzen – und im richtigen Leben? Da kann es schon mal vorkommen, dass aus einer ungeliebten fetten Kröte ein Wegbegleiter wird, der sich um das liebe Geld kümmert. Zu ihrer Verwandlung verhilft Monika Jarosz, sie muss die giftigen Kröten zum Glück nicht küssen, sondern entwickelte ein Verfahren, um aus der größten Landplage Australiens Portemonnaies und andere einzigartige Produkte zu schaffen.

Anfangs dachte Monika darüber nach, die Überreste der berühmten französischen Froschschenkel zu verwerten. Allerdings bleibt von den Körpern nicht viel über, wenn die Köche mit ihnen fertig sind. Dann entdeckte sie Australiens Problem mit den giftigen Aga-Kröten. Im Jahr 1935 wurden einhundert gefräßige Aga-Kröten aus Venezuela importiert, da sie ein natürlicher Feind der Käferlarve sein sollte, welche die Zuckerrohr-Ernte gefährdete. Die Käfer erledigten sich durch eine Klimaschwankung von selbst, die Kröte hingegen passte sich schnell an, wehrte jeden Fressfeind mit ihrem Gift ab und vermehrte sich mit einer abartigen Geschwindigkeit. Heute gibt es geschätzt über 92 Millionen Kröten nur im nördlichen Teil Australiens und diese wurden zum Töten freigegeben.

Es gibt einige Australier und auch Touristen, die machen sich eine Freude daraus, die Tiere totzuschlagen. Die meisten sammeln die Tiere jedoch ein und tauchen sie in Stickstoff, damit sie sofort bewusstlos werden. Eine solche Quelle nutzt Monika, die Tiere über alles liebt und sich über das völlig sinnlose Töten ärgert. Die Kröten werden gegerbt und von Tierpräparatoren transformiert: In vierzig Arbeitsschritten wird das Leder zu einer hervorragenden Qualität gebracht, welches die Form behält und trotzdem durch Benutzung schöner wird. Die Feinarbeiten werden im Atelier in Paris gemacht, das Ersetzen der Augen durch Kristallsteine, das sorgfältige Entfernen und Vernähen der Gliedmaßen und natürlich die Verarbeitung zur Geldbörse oder Tasche. So wird aus einem – aufgrund der menschlichen Dummheit – völlig verhassten Tier doch noch etwas überaus Liebenswertes.

Mit ihrem Label „Kobja“, was polnisch etwa „kleine Kröte“ bedeutet, hat Monika Jarosz die Modewelt – neben den längst nicht mehr spannenden Krokodilen, Schlangen und Rochen – um eine warzige Kröte erweitert. Also lieber eine Kröte in der Tasche als einen Igel, die passt dann auch auf die kleinen Kröten auf und zeigt mit Witz und Charme, dass Mann kein bitterer Geizhals ist.

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Additional Information
Gewicht 1 kg
Größe 11 x 8 x 2 cm